Hallo lieber Leser!

Vielleicht gehörst du auch zu denjenigen, die mit großen Augen auf die Menschen im Fitnesscenter starren, die ihre Körper verbiegen können als wären sie aus Gummi. Stretching macht uns beweglich und kann sogar dabei helfen Verletzungen vorzubeugen.
Der Weg zur biegsamen Gummipuppe bedarf allerdings viel Geduld und regelmäßiger Übung.

Stretching darf nach keinem Work-Out fehlen, so lautet zumindest meine Devise. Die Geister scheiden sich jedoch wenn es um das Thema Dehnen geht. Einige meinen es würde dem Muskelkater vorbeugen, andere sagen wiederum es würde ihn verstärken.
Ich möchte hier aber gar nicht so sehr auf diese vielumstrittenen Mythen und Wahrheiten eingehen, was ich hier für dich hervorheben möchte ist wie auch du es schaffst beweglicher zu werden.

Ich erinnere mich noch an meine erste Ballettstunde, die ich mit 19 gemacht habe. Damals war ich noch eher unsportlich und von Dehnbarkeit, keine Rede. Ich schaffte es kaum mit meinen Fingerspitzen den Boden zu berühren. Um mich herum standen Mädchen die so gelenkig waren, dass es mir schon fast ein bisschen weh tat zuzusehen. Nichts desto trotz faszinierte es mich, wie der Körper eines Menschen zu so einer Beweglichkeit fähig ist.

Die 4 mächtige Strategien für mehr Beweglichkeit:

  • Ziele setzen
    Zielsetzung ist prinzipiell der wichtigste Schritt um zu bekommen was du gerne möchtest. Wenn du nicht weißt wohin die Reise gehen soll, dann kannst du auch keinen Weg finden. Je klarer du weißt was du möchtest, desto leichter ist es dort hinzukommen. Für mich war ganz klar, dass ich bis zum Spagat kommen möchte und dieses Ziel hatte ich stets vor Augen.
  • Regelmäßigkeit
    Wiederholungen haben ihren Sinn, wahrscheinlich hast du auch schon in der Schule immer gehört, dass du deine Mathe Aufgaben wiederholen sollst, doch in diesen Zeiten möchte man seinen Lehrern keinen Glauben schenken. Wenn es um das Thema Dehnen geht, dann ist Regelmäßigkeit wirklich einer der wichtigsten Erfolgsaspekte.
  • Grenzen
    Jeder von uns hat körperliche Grenzen und diese gilt es besonders beim Dehnen zu waren. Du wirst ziemlich schnell spüren, wann es einfach nicht mehr geht und über diesen Schmerzpunkt solltest du auch niemals hinausgehen. Verletzt du dir einmal einen Muskel beim Überdehnen, dann kann das wirklich fatale Folgen haben und das Dehnen kannst du dir dann für die nächste Zeit auch aufzeichnen.
    Im Leben ist es oft wichtig die eigenen Grenzen zu kennen. Du kannst sie zwar einige Male Übergehen, doch wenn du das zu oft tust, dann kommt irgendwann die totale Erschöpfung und du hast gar nichts mehr davon. Du kannst dir das vorstellen wie ein Gummiband an dem du Links und Rechts anziehst, es hält einen gewissen Spannungsbogen aus, doch irgendwann reißt es.
  • Geduld
    Flexibilität kommt nicht über Nacht. Die Dehnbarkeit der Muskeln ist ein wirklich langer Prozess, der Zeit braucht. Für mich persönlich war das die schwierigste Lektion. Ich war und bin es leider immer noch ab und an, ziemlich ungeduldig. Wenn mir ein Gedanke in den Kopf kommt, dann möchte ich ihn augenblicklich umsetzen. Manchmal funktioniert das aber leider nicht und es ist ein Prozess, der seine Zeit braucht.

Mit der Regelmäßigkeit kamen auch bei mir die ersten Fortschritte, doch 2x die Woche reichten leider nicht aus um an das hohe Ziel eines Spagats zu gelangen. Nachdem ich allerdings keine Lust und keine Zeit hatte öfter als 2x die Woche Sport zu machen und anschließend zu dehnen musste ich mir ein wirkungsvolleres Prinzip einfallen lassen und siehe da ich habe die perfekte Lösung gefunden. Einfach vor dem schlafen gehen noch 10 Minuten dehnen und ein halbes Jahr später schaffte auch ich einen ganzen Spagat.

3 gute Gründe warum dehnen vor dem schlafen gehen so hilfreich ist:

  • Über den Tag verteilt hat bestimmt jeder von euch ein paar Schritte gemacht, das heißt also, dass deine Muskeln relativ warm sind und somit leichter dehnbar.
  • Dein bequemes Pyjama lässt dir die nötige Bewegungsfreiheit die du brauchst
  • Dehnen wirkt entspannend und kann somit deinen Schlaf verbessern

Betttaugliche Dehnübungen

Wichtig ist bei jeder Übung, dass du nie über deine Schmerzgrenze hinausgehst. Beim Dehnen sollst du einen Zug im Muskel spüren, doch niemals einen wirklichen Schmerz. Gehe also bitte bei jeder Übung nur soweit wie es für dich aushaltbar ist und halte die Positionen zwischen 30 und 60 Sekunden.

 

Weitere tolle Dehnübungen habe ich hier gefunden


Fazit

Wer gerne zur beweglichen Gummipuppe werden möchte fängt am Besten noch heute damit an. Regelmäßigkeit und das einhalten der eigenen Schmerzgrenze sind die wichtigsten Faktoren wenn es um Stretching geht. Mit der Routine vor dem zu Bett gehen steht der Beweglichkeit nichts mehr im Wege.

Ich würde mich freuen, wenn du davon erzählt wie deine Fortschritte laufen und ob dir die Übungen gefallen. Alles alles Liebe!

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