Hallo lieber Leser!

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und die Arbeit, Uni oder Schule ist wieder voll im Gang. Auch die Müdigkeit und der fehlende Antrieb lassen nicht lange auf sich warten. Wer greift da nicht gerne zur einen oder anderen Tasse Kaffee. Doch Aufgepasst, Koffein hat mehr Auswirkung auf deinen Körper als du vielleicht dachtest.

Kommt dir diese Geschichte bekannt vor? Die lauten, dröhnenden Töne deines Weckers reißen dich aus deinen schönen Träumen. Deine verschlafenen kleinen Augen wagen einen Blick auf die Uhr, „Schon wieder so spät“ denkst du dir. Wie immer war die Nacht viel zu kurz. Verschlafen taumelst du in Richtung Küche und wirfst deine Kaffeemaschine an. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee lässt die Hoffnung in dir aufkommen, dass du diesen langen Tag überstehen kannst. Wie gut, dass du dir mittlerweile an jedem Ort einen Kaffee To-Go mitnehmen kannst denkst du dir, denn du weißt, dass diese Tasse bestimmt nicht die letzte für heute war. Abends kommst du nach Hause und freust dich einfach nur auf dein Bett, du fühlst dich aufgekratzt aber gleichzeitig auch erschöpft von deinem langen Tag, also beschließt du heute einmal früher schlafen zu gehen. Du schaltest dein Handy noch schnell auf stumm und dann legst du dich auch schon hin, doch kaum in Bett beginnt das Kopfkino, dass dich auch diese Nacht wieder nicht schlafen lässt. Ob es wohl die fünfte Tasse Kaffee war die dir auch diese Nacht wieder den Schlaf geraubt hat?

Teufelskreis Koffein
Wir alle kennen und lieben die Wirkung von Kaffee. Du hast eine Nacht weniger geschlafen? Kein Problem, wofür gibt es sonst Kaffee und Energie Drinks die unseren Kreislauf und Stoffwechsel anregen. Koffein macht munter, gut gelaunt und steigert zu dem auch noch deine Konzentration sowie deine Aufmerksamkeit. Kurz gesagt Koffein bringt unser Nervensystem auf Hochtouren. Eigentlich eine richtig tolle Sache. EIGENTLICH. Kaum etwas im Leben ist umsonst und so ist es auch beim Koffein, nach langem und übersteigerten Konsum zeigt auch dieses sein wahres Gesicht. Zum einen haben wir bei den Nebenwirkungen den lästigen Toleranzeffekt was bedeutet, dass sich dein Körper an die Dosis gewöhnt und immer mehr braucht um den gleichen Effekt zu spüren und zum anderen wirkt es sich bei übermäßigem Konsum massiv auf deine Stimmung aus.

Damit hat der Teufelskreis auch schon begonnen. Du hast eine Nacht nicht gut geschlafen und trinkst ein paar Tassen Kaffee um munter und frisch durch den Tag zu kommen, doch nun kannst du auch diese Nacht nicht schlafen, weil dich dieses Mal das Koffein munter hält. Die „Koffeinspirale“ hat dich voll in ihren Bann gezogen.

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Der anfangs positive Effekt, den du von Koffein hattest schlägt über in Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Nervosität bis hin zu Angstzuständen.

Ich selber würde mich eindeutig auch als „Koffeinjunkie“ bezeichnen. In stressigen Zeiten erfreut mich kaum etwas so sehr wie der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee. Und wie du dir jetzt bestimmt denken kannst, bin auch ich schon das ein oder andere Mal in die Koffeinfalle getappt. In Glanzzeiten habe ich es dann zu drei Energie Drinks und sechs Tassen Kaffee geschafft. Das Ergebnis: Herzklopfen, zittern am ganzen Körper und heftige Angstzustände, das war eindeutig keine schöne Erfahrung. Schuld daran war wieder wie so oft, dass ich mir über einen langen Zeitraum viel zu viel vorgenommen hatte. Solche Ereignisse wecken auf und inspirieren zur Veränderung.

In manchen Lebensphasen haben wir einfach viel zu viele Termine, Arbeit, Uni, Freunde, Hobby, Sport und das Liebesleben soll bitte auch nicht zu kurz kommen. Ja und das, alles bitte noch an einem Tag. Ich bekomme schon Schweißperlen auf der Stirne beim schrieben dieser Zeilen aber ich bin mir sicher, dass dir diese Vorsätze bekannt vorkommen und wahrscheinlich kommst du jetzt auch gerade ein bisschen ins Schwitzen, wenn du das liest.

Der Ausstieg

  • Einfach mal müde sein
    Der Versuch die Müdigkeit ein paar Tage auszuhalten bringt dich zu deinem natürlichen Schlafrhythmus zurück und wird auch deine Stimmung mit ziemlicher Sicherheit verbessern.
  • Terminreduktion
    Termine sind gut und unverzichtbar, dennoch wäre es empfehlenswert deinen Kalender nicht so zu überfüllen wie deinen Wäschekorb. Eine Überschaubare Menge an Terminen nimmt den Reiz „übermunter“ sein zu müssen.
  • Kaffee als Genussmittel
    Häufig vertauschen wir Nahrungsmittel mit Genussmittel so passiert das auch mit Kaffee. Mache dir bewusst, dass Koffein ein Genussmittel darstellt und dass es ratsam ist es auch so zu konsumieren.
  • Koffeinfreier Kaffee
    Du hast bestimmt schon vom Placebo Effekt gehört. Koffeinfreier Kaffee ist hier eine wundervolle Möglichkeit um dich selber etwas auszutricksen. Du musst nicht auf den Geschmack verzichten und auch deine Gewohnheiten nicht verändern, nur die Bohnen werden ausgetauscht und du wirst sehen du bemerkst es kaum.

Fazit:

Koffein hat unbestritten jede Menge positive Wirkungen, geben wir unserem Körper allerdings häufig eine Überdosis so können fiese Nebenwirkungen auftauchen. Schuld daran ist häufig unser voller Terminkalender wir leben in einer schnellen Zeit in der wir nahezu jede freie Minute verplanen und überall 100% geben wollen.

Kaffee als Genussmittel zu sehen und Koffein dann einzusetzen, wenn wir wirklich mal müde sind und Leistung bringen müssen macht wirklich Sinn.

Der Koffein-marathon läuft schon mal eine Woche gut, wenn es aber zum Dauerzustand wird kann das verheerende Auswirkungen auf deine Stimmung haben.

Du hast auch so deine Schwierigkeiten mit dem Koffein, dann teile doch deine Erfahrung mit uns und schreibe einen Kommentar 🙂

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(Emojis – Apple iMessage, Kaffeebecher Bild: http://www.kaffee-shop.biz/coffee-to-go-becher-thermobecher_1)

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