Wenn ich gewusst hätte was für ein Lebensgefühl eine bewusste Ernährung schafft, dann hätte ich schon viel früher damit begonnen.

 

Petra, 24 erfolgreiche Marketing & Sales Studentin. 17918697_10155402875239728_1767204821_n-1Vor 3 Jahren hat sie ein besonderes Ereignis dazu bewegt ihre Ernährung umzustellen. Nicht nur im Beruf wollte sie erfolgreich werden, auch ihr gesamter Lebensstil sollte sich erfolgreich verändern. Dazu gehörte Sport und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln. Was damals passiert ist, wie es ihr gelungen ist bewusst zu essen und was für sie das Beste an dem bewussten Essen ist erzählt sie nun selber.

 

Petra was genau hat dich dazu veranlasst deine Essgewohnheiten zu verändern?

Im Frühling 2014 musste ich nach einem Sturz ins Krankenhaus. Dieses Ereignis schlug mir ziemlich auf den Magen, mein Appetit verschwand vollkommen. Ich machte mir in dieser Zeit sorgen um meinen Körper und wusste, sobald ich aus dem Spital komme möchte ich etwas in meinem Leben verändern. Der Erste Wunsch war mich mehr zu bewegen, dass Sport dem Körper guttut, das hört man ja an jeder Ecke. Kurzer Hand beschloss auch ich einfach mal mit dem Laufen anzufangen, der kommende Sommer machte das natürlich zu einem besonders schönen Erlebnis. Ich konnte bemerken, dass ich meinen Körper im Laufen anfing zu spüren und es mir total gut tat an die frische Luft zu gehen und den Kopf frei zu bekommen. Mit der positiven körperlichen Erfahrung durch den Sport kam mir natürlich auch das Thema Essen ins Bewusstsein. Eines Morgens am Frühstückstisch beschloss ich die Verpackung meines Müslis mal umzudrehen und was ich lesen musste entsetze mich! Zusatzstoffe und jede Menge Zucker, das wollte ich meinem Körper nicht mehr zumuten. Ich wusste, dass es nun an der Zeit war etwas zu ändern, ich wollte meinem Körper die Besten Bedingungen schaffen und dazu gehörte es eben auch stark verarbeitete oder Zuckerhaltige Lebensmittel zu streichen.

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Ich kann mir vorstellen, dass so ein Spitalsaufenthalt ein ziemlich bewegendes Ereignis ist, dass dazu motiviert etwas zu verändern. Aber wir kennen das doch alle, der gute Wille ist da, doch auch schnell wieder vergessen. Wie ist es dir gelungen durchzuhalten, was war während dieser Umstellungszeit besonders hilfreich?

Es war eine Entscheidung aus freiem Willen, mich hat niemand dazu gezwungen etwas zu verändern. Ich ganz alleine wollte meine Ernährung ändern und meinem Körper etwas Gutes tun. Ich habe mir nie etwas verboten, wenn ich Lust auf Süßigkeiten hatte, dann hab ich sie auch gegessen, der Unterschied lag lediglich in der Menge. Wie sagte Paracelsus schon so schön: „Die Dosis macht das Gift.“

 

Ich höre da heraus du bist eine Süße, auf welche Süßigkeit würdest du denn niemals verzichten wollen?

Schokolade, ich liebe Schokolade! Nach dem Mittagessen habe ich immer Lust auf etwas Süßes, früher habe ich dann neben dem Laptop mal eine halbe Tafel oder Tafel ganz nebenbei gegessen. Heute breche ich mir ein paar Stück runter und genieße diese in vollen Zügen. Mit weniger kommt auch richtig gut aus!

 

Wenn dich nun jemand fragen würde weshalb es sich lohnt die Ernährung umzustellen, was würdest du ihm antworten?

Der ganze Körper fühlt sich einfach viel besser an, man hat mehr Lebensenergie! Es ist eine wunderschöne Erfahrung den Körper und seine Bedürfnisse zu spüren, das lässt einem total entspannen. Ich habe auch beim Lernen gemerkt, dass ich mich viel besser konzentrieren, früher hab ich andauernd Hunger gehabt und hab ständig zwischendurch etwas gesnackt. Jetzt kenne ich die Bedürfnisse meines Körpers und entscheide mich ganz bewusst dazu mir etwas zu essen zu machen, das gibt mir total viel Selbstvertrauen. Abends esse ich keine Kohlenhydrate, darauf schwöre ich, ich fühle mich dann leicht und kann viel besser schlafen.

 

Um nochmal auf den Sport zurückzukommen, du hast erzählt, dass du damals mit dem Laufen begonnen hast, wie sieht es heute mit Sport aus, hast du einen Lieblingssport?

Ich liebe das Laufen noch immer, da habe ich ganz klar ein Ziel vor Augen, ich möchte 45 Minuten durchlaufen. Die Entwicklung zu sehen wie ich von Mal zu Mal einige Minuten länger durchhalte macht mich total stolz und gibt mir die nötige Motivation weiter zu trainieren. Abgesehen davon braucht man zum Laufen nichts, jeder hat die Möglichkeit raus zu gehen und dann kann es auch schon losgehen. Neben dem Laufen probiere ich auch immer wieder gerne neue Fitness-Kurse aus, sonst wird mir langweilig, ich mag Abwechslung. Momentan bin ich am Hot-Yoga dran.

 

Ich finde das total bewundernswert wie du dich selber so gut motivieren kannst, jetzt verrate mir doch, wie schaffst du es neben einem Vollzeit Masterstudium und einem Habzeitjob auch noch Zeit für Sport zu finden?

Ich schwöre auf den Kalendertrick, sobald ein Termin eingetragen ist denke ich nicht mehr darüber nach sondern tu es einfach. Wenn du um 14Uhr einen Arzttermin hast zweifelst du doch auch keine Sekunde ob du nun hingehst oder nicht, oder ;-)?

 

Sehr coole Einstellung, ich persönlich schreibe mir das auch gerne in den Kalender, wie du richtig sagst, dann denkt man nicht mehr darüber nach. Du kennst mich ja als Kritikerin unseres Schönheitsideals, Schlank-Sein, gesunde Ernährung, der perfekte Körper, ein Trend, den uns in gewissermaßen auch die Medien vorgeben. Wie sieht denn deiner Meinung nach die Perfekte Frau aus?

Wenn ich die ganzen perfekt bearbeiteten Körper in Zeitungen oder auch auf Instagram sehe, dann höre ich auch immer wieder die Stimme in mir die sagt: du könntest auch noch ein bisschen mehr Sport machen, oder das ein oder andere Kilo weniger zu haben wäre nicht schlecht. Aber dann denke ich mir wieder, es gibt keine perfekte Frau, jeder stellt sich darunter etwas Anderes vor, es ist viel wichtiger mit dem Körper Frieden zu schließen. Wenn ich mich nicht wohl in meiner Haut fühle, dann hilft da auch keine Diät und kein perfekter Körper, es ist ein Gefühl und kein äußerlicher Zustand.

 

Du sagst man muss mit dem Körper Frieden schließen, viele Frauen haben immer wieder Zweifel an ihrem Äußeren Erscheinungsbild, was magst du denn besonders gerne an deinem Körper?

Meine Arme! Das Armtraining scheint bei mir besonders gut zu wirken. Meine Arme sind der Spiegel meines Wachstums. Ich sehe an ihnen, dass ich stärker werde und das macht mich richtig stolz.

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Petra hat sich durch eine bewusste Auseinandersetzung mit ihren Ernährungsgewohnheiten und ihrem Lebensstil nicht nur äußerlich sondern vor allem innerlich verändert. Die Erfahrung eines bewussten Umgangs mit Essen hat sie mehr zu ihrem Körper geführt und ein Bewusstsein für ihre Bedürfnisse geschaffen. Die Sportroutinen bieten heute eine ideale Gelegenheit um abzuschalten und das Körpergefühl nochmal auf einen anderen Level zu heben.

Meiner Freundin Petra danke ich für das Teilen ihrer Erfahrungen in diesem Interview und für dich war vielleicht auch der ein oder andere Tipp dabei auf den du noch gewartet hast um etwas zu verändern 😉
Alles Liebe,

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