Hallo lieber Leser!

Letztes Wochenende habe ich mir mal eine Packung Schokoriegel gegönnt, das habe ich echt schon lange nicht mehr gemacht, weil ich eigentlich kein großer Fan von fertigen Süßigkeiten bin, aber naja es hatte mich danach gelüstet. Der klebrig süße Geschmack dieser Schokoriegel wäre eigentlich schon beim ersten Bissen genug gewesen, doch aus irgendeinem Grund musste ich doch die ganze Packung aufessen, vorher hätte ich keine Ruhe gefunden. Da ist mir auch wieder eingefallen, warum ich diese Produkte so lange aus meiner Ernährung gestrichen habe. Wenn ich damit einmal angefangen habe, konnte ich einfach nicht mehr aufhören bis alles weg war. Es war also genau der richtige Zeitpunkt gekommen um dem mal genauer auf den Grund zu gehen warum das eigentlich so ist.

Du kennst das bestimmt auch, du fängst an ein bestimmtes Nahrungsmittel zu essen, meistens sind es Süßigkeiten oder Chips und du kannst einfach nicht mehr aufhören? So sehr du dich auch dagegen wehren willst, dein Körper giert nach mehr und mehr und mehr, bis die Packung leer ist. Das Ergebnis: Frustration und Unverständnis, du denkst wahrscheinlich an die Menschen draußen die in der Öffentlichkeit immer ganz kontrolliert ein Paar bissen Schokolade naschen und dann wieder aufhören und fragst dich, warum du das nicht kannst. Die Antwort auf die quälende Frage bekommst du gleich in den nächsten Zeilen geliefert. Aber weißt du auch was noch viel besser ist? Ich werde dir auch sagen wie du mit ein paar kleinen Tricks dieses „Suchtverhalten“ überlisten kannst.

Essen als Suchtfaktor, wie kann das überhaupt sein?
Prinzipiell gibt es 3 Faktoren von denen das unstillbare Verlangen nach Essen abhängig ist. Zum einen ist es Zucker und zum anderen eine ganz bestimmte Zusammensetzung von Kohlenhydraten und Fett, dann wäre da noch die sogenannte Crunchy-Formel. Was passiert also wenn du solche Nahrungsmittel zu dir nimmst.

  • Zucker wirkt direkt auf unser Gehirn, vergleichbar mit einer Droge wie etwa Heroin. Wenn du zuckerhaltige Nahrungsmittel zu dir nimmst wird in deinem Körper das „Glückshormon“ Dopamin freigesetzt, dieses ist dafür zuständig, dass du dich wohlfühlst und es dir gut geht. Vereinfacht gesagt, je mehr Zucker du isst, desto größer wird das Verlangen nach zuckerhaltigen Nahrungsmitteln werden. (Wenn du mehr darüber erfahren möchtest wie Zucker genau in deinem Gehirn wirkt dann schau doch einmal auf der Galileo Seite vorbei, ein sehr spannendes Video meiner Meinung nach. http://at.galileo.tv/food/das-passiert-in-deinem-gehirn-wenn-du-zucker-isst/)
  • Die Fressformel 50:35. Besteht ein Lebensmittel zu 50% aus Kohlenhydraten und zu 35% aus Fett können wir einfach nicht mehr aufhören zu essen. Grund dafür ist, dass dein Körper diese Nahrungsmittelzusammensetzung am Besten verwerten kann. Leider ist dein Körper genauso wie mein Körper in mancher Hinsicht noch genauso gebaut wie in der Steinzeit in der man bekanntlich nicht 24 Stunden am Tag essen zur Verfügung hatte. Fängst du also an ein Nahrungsmittel mit der 50:35 Regel zu essen, schaltet dein Körper ein „Reserveprogramm“ an welches dafür verantwortlich ist, dass du nicht mehr aufhören kannst.
  • Die Crunchy Formel wirkt ebenfalls direkt auf dein Belohnungszentrum. Je knuspriger das Nahrungsmittel, desto weniger bist du gewillt aufzuhören. Dein Gehirn sendet ebenfalls wieder Glückshormone frei. Und wer will denn schon auf den herrlichen Effekt von Dopamin verzichten.


Wie du die fiesen Nahrungsdrogen überlisten kannst
Ja auch du kannst dir die lästige „Zuckersucht“ abgewöhnen und jetzt zeige ich dir die 2 Möglichkeiten mit denen ich die Besten Erfahrungen gemacht habe.

Möglichkeit Nummer 1: Der Entzug

Der kalte Entzug ist meiner Meinung nach wie bei jeder anderen Droge die wirkungsvollste Variante und ist eigentlich halb so schlimm wie du vielleicht denkst. Wenn du dich für Variante 1 entscheidest, dann empfehle ich dir auf eine  reizarme Ernährung zu achten, damit sich deine Geschmacksknospen regenerieren können und zurück zu ihren Ursprünglichen Fähigkeiten gelangen. Durch das viele industrielle Essen leiden unsere Geschmacksknospen nämlich schon ziemlich unter einer „Geschmacksverirrung“ ;). Reizarm bedeutet, dass du so gut wie möglich auf stark verarbeitete Lebensmittel verzichtest. Die gute Nachricht ist, dass du natürlich süße Sachen sogar während dem Entzug problemlos essen kannst. Dazu gehören:

  • Frisches Obst
    Ist eine tolle Möglichkeit um Süßgelüste zu stillen, hier kannst du noch etwas mit Gewürzen experimentieren.
  • Trockenfrüchte
    Die Meisten Trockenfrüchte sind bereits ziemlich süß deshalb solltest du auch bitte darauf achten, dass kein zusätzlicher Zucker beigemischt wurde. Es lohnt sich also einmal die Verpackung durchzuschauen.
  • Nussmischungen
    Auch Nussmischungen mit Trockenfrüchten können eine super alternative zu Süßigkeiten darstellen der leicht süßliche Geschmack der Trockenfrüchte gepaart mit der nussigen Note ist ein toller Snack. Bitte achte auch hier auf die Verpackung ob zusätzlich Zucker zugesetzt ist.

Gratulation, wenn du dich für Variante 1 Entschieden hast, dann hast du hast das schlimmste hinter dich gebracht. Ich selber habe eine Woche gebraucht für den „Kalten Entzug“, wenn du bemerkst, dass dir eine Woche nicht genügt dann verlängerst du einfach. Es gilt hier wieder, dass du auf deinen Körper hörst. Merkst du, dass das Verlangen nach Süßigkeiten weiter sehr stark ist, dann verlängere den Entzug bis du bemerkst, dass die Gier nach Süßem weniger wird.

Möglichkeit Nummer 2: Die Menge macht das Gift
Hierbei geht es darum ein neues Verhältnis zu Mengen zu bekommen. Hier bieten sich folgendes an:

  • Kleine Süßgikeiten
    Die Kleinpackungen an den Supermarktkassen bei denen alle kleinen Kinder immer zu quängeln anfangen, ja genau die sind perfekt für dich, sie haben die richtige Größe und wenn du dir nur eines davon kaufst bist du auch gar nicht dazu verleitet weiter zu essen
  • In Gesellschaft essen
    Wenn du dir noch unsicher bist ob du wieder mit einem unstillbaren Verlangen auf die Süßspeisen reagieren wirst, dann probiere es doch einfach in Gesellschaft aus, da fällt es uns prinzipiell leichter. Mit einem Freund oder einer Freundin in einem Restaurant oder Cafe wo du dir nur einen Teller bestellst.
  • Familienpackung im Single Haushalt
    Bitte tu dir den Gefallen und vermeide Großpackungen. Wenn wir wissen, dass wir etwas zu Hause haben dann fällt es uns prinzipiell schon schwerer darauf zu verzichten. Unsere Gedanken kreisen dann andauernd um diese Nahrungsmittel, also besser gar nicht erst einkaufen, damit kannst du dir viel Ärger und Frust ersparen 😉

Fazit
Zucker ist eine Suchterzeugende Substanz die auf unser Gehirn wie eine Droge wirkt. Ein paar Tricks der Lebensmittelindustrie erschweren es uns zusätzlich mit bestimmten Nahrungsmitteln aufzuhören wenn wir satt sind. Es gibt allerdings ein paar wirkungsvolle Tipps und Tricks mit denen wir die Zuckersucht besser in der Hand haben können und die unser Leben richtig erleichtern.

Du hast auch schon Erfahrungen gemacht mit dem loswerden der Zuckersucht? Dann schreibe mir doch eine Nachricht oder hinterlasse einen Kommentar damit wir gemeinsam unsere „Sugar Cravings“ noch besser überwinden können.

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