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Wer einen Blick auf das Gewichtsdiagramm wagt, der staunt wohl schön! Ist das zu glauben, dass sich tatsächlich die Hälfte der deutschen Gesellschaft in einem abnormen Gewichtsbereich befindet?

Auch abseits von Diagrammen und Statistiken lässt sich in sozialen Medien deutlich ein Gewichts-Lifestyle erkennen. Normalgewicht ist wohl aus dem Trend gekommen. Es sieht fast so aus als wäre Gewicht die neue Möglichkeit der Selbstdarstellung. Normal? Nein danke!

Normalgewicht
Wenn es darum geht das eigene Gewicht einzuteilen wird dazu der BMI Body Mass Index hinzugezogen, dieser stellt Körpergröße, Gewicht und Alter in ein Verhältnis.
Die Spanne um einen normalen BMI aufzuweisen ist dabei eigentlich ziemlich groß, bei einer erwachsenen Frau liegt der normale Body Mass Index bei einem Wert zwischen 19 und 24. Genauer genommen bedeutet das eine Gewichtsspanne von ca. 13 Kilo, die Normalgewicht bedeutet. Also auch ein paar überflüssige Kilo nach den Weihnachtsfeirtagen werden dich nicht in den Bereich des Übergewichts treiben.

Falls du deinen BMI noch nicht kennst, dann kannst du ihn hier errechnen.

(c) www.BMI-Rechner.net

Körperakzeptanz (aber bitte im Normbereich)
Den eigenen Körper zu lieben und zu akzeptieren ist ohne Zweifel ein wesentlicher Bestandteil des glücklich seins. Das äußere Erscheinungsbild zu mögen und zu sagen ich bin ok wie ich bin, bedeutet ein ordentliches Plus an Selbstwert und der kann in keinem Fall schaden.
Seltsam finde ich in diesem Bezug Bewegungen wie die Fat-accaptence Szene oder auch die Pro-Ana Gesellschaft, die beide versuchen ein krankhaftes Körperbild zu lieben. In keinem Fall ist es gut einem schwer übergewichtigen zu sagen, dass das in Ordnung ist wie sein Gewicht ist und vollkommen auf die gesundheitlichen Schäden vergisst, genauso wenig ist es für das extreme Untergewicht in Ordnung. Es würde wohl auch niemand einem Raucher sagen, dass er bitte weitermachen soll, weil es ja ganz in Ordnung ist, hat bestimmt auch noch kein Arzt gesagt. Und das zu recht, ein Extrem das nachweislich sogar lebensgefährlich werden kann herunterzuspielen ist in keinem Fall in Ordnung!
Ich möchte mich definitiv gegen keine Bewegung richten, die ein gutes Körperbild fördern, ganz im Gegenteil, es ist toll, dass immer wieder darauf hingewiesen wird welche positiven Effekte du aus einem guten Körpergefühl ziehen kannst.

Gemeinsame gefährliche Punkte
Es ist mir durchaus bewusst, dass es in den meisten Fällen wenig sinnvoll ist die gesundheitsgefährdenden Faktoren von Über oder Untergewicht aufzuzeigen. Auch kaum ein Raucher fühlt sich von den abschreckenden Bildern auf den Zigarettenschachteln oder der Aussicht auf Lungenkrebs, vom Rauchen abgeschreckt. Dennoch fühle ich mich verpflichtet, dich auf die körperlichen Warnsignale aufmerksam zu machen und dir zu zeigen welches Leid du deinem Körper alleine durch Gewicht zuführen kannst.

 

O I
Nährstoffmangel Kaum zu glauben, aber tatsächlich leidet der Großteil der übergewichtigen Menschen unter einem Nährstoffmangel. Nährstoffmangel muss prinzipiell nichts mit Gewicht zu tun haben, dieser ist rein Nahrungsbedingt. Wer nicht ausgewogen isst, der ist prinzipiell gefährdet unter einem Nährstoffmangel zu leiden. Im Untergewicht liegt es nahe auf der Hand, dass Betroffene unter einem Nährstoffmangel leiden. Wenn der Körper nicht genügend Nährstoffreiche Lebensmittel bekommt, so folgt ein Defizit.
Gelenke Jedes Kilo Übergewicht bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Auf Dauer kommt es zu schweren Abnützungserscheinungen die langsam aber sicher zu Bewegungsproblemen und Schmerzen führen
Hormone Bei Männlichen übergewichtigen lässt sich ein deutlicher Überschuss am weiblichen Sexualhormon, dem Östrogen feststellen.

Bei Frauen die unter Übergewicht leiden ist ebenso bekannt, dass es nicht selten zu Schwangerschaftskomplikationen führen kann.

Lange Diätphasen und Untergewicht können zu dramatischen Hormonproblem führen. Durch das Defizit an Fetten und anderen wichtigen Nährstoffen wird die Sexualhormon Produktion eingestellt.
Herz/Kreislaufsystem Das Fettgewebe im Körper wird genau wie alle anderen Organe mit Blut versorgt, somit bedeutet jedes Kilo Fett eine größere Belastung für das Kreislaufsystem, das Herz muss permanent mehr „Fläche“ versorgen als notwendig. Untergewicht kann schwere Herzrythmusstörungen verursachen. Durch die verminderte Nährstoffzufuhr leidet auch das Herz, das dann nicht mehr genügend der lebensnotwendigen Mineralstoffe bekommt um seine Leistung zu erfüllen.

Fazit
Die alarmierenden Statistiken zeigen, dass sich unsere Gesellschaft immer mehr in einen extremen Gewichtszustand entwickelt. Sowohl Über- als auch Untergewicht können dabei wirklich großen Schaden anrichten und machen auf Dauer krank. Das Arbeiten an der eigenen Körperwahrnehmung und ein bewusster Umgang mit Gewicht sowie das Wissen der Folgeschäden sollte in den Fokus geraten, damit du so lange wie möglich fit und gesund bleibst.

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